FreeNAS UFS Datenträger mounten

Letzte Aktualisierung: 12.02.2014
Sonntag, 13. September 2009

Um Daten aus einer havarierten FreeNAS-Box zu retten, kann eine intakte Festplatte via USB-Adapter oder als USB-Festplatte an eine GNU/Linux-Maschine angeschlossen werden. Da das bevorzugte Dateisystem von FreeNAS plattformbedingt (FreeNAS basiert auf FreeBSD) UFS ist, wird sie unter GNU/Linux in der Regel nicht sofort als Datenträger erkannt. Um dennoch die Daten lesen zu können, sind einige Schritte notwendig.

Unter Windows sind Programme/Treiber von Drittanbietern verfügbar.

Um eine im FreeNAS fest eingebaute Festplatte nach dem Ausbauen mit einem PC zu verbinden, können USB-Adapter verwendetet werden, z.B. von Digitus oder trifoo. Mit diesen Adaptern lassen sich aber nur vollständig intakte Festplatten anschließen!

Hinweis: Geringfügig beschädigte Platten, die an einem S-ATA oder IDE (P-ATA)-Controller teilweise noch funktionieren, versagen meist am USB-Adapter vollständig ihren Dienst.

UFS unter GNU/Linux mounten

Dieses How-To beschreibt, wie eine USB-Festplatte die durch FreeNAS (hier Version 0.69.2) mit einem UFS2-Dateisystem formatiert wurde unter GNU/Linux (hier open SuSE 11.0) gemountet werden kann. Folgende Schritte sind nötig:

  1. Öffne ein Terminal bzw. ein Konsolenfenster.
  2. Erlange root-Rechte, in openSuSe mit
    su

    oder in Ubuntu mit:

    sudo -i
  3. In die Konsole
    modprobe ufs

    eingeben, um den UFS-Treiber zu laden.

  4. Datenträger mit dem USB-Port des GNU/Linux-PCs verbinden.
  5. Gebe
    dmesg | tail

    in die Konsole ein. In der Ausgabe von dmesg findest du den Gerätename des USB-Datenträgers, z.B. sdb1.

  6. Erzeuge einen Mountpoint in deinem Homeverzeichnis mit z.B.
    mkdir /home/ufs

    durch deinen Benutzernamen ersetzen.

  7. USB-Festplatte mit
    mount -t ufs -o ufstype=ufs2 /dev/sdb1 /home/ufs

    mounten. Ggf. funktioniert auf deinem System nur der explizit lesende Zugriff (z.B. Ubuntu) mit einem der beiden nachfolgenden Befehle

    mount -t ufs -ro ufstype=ufs2 /dev/sdb1 /home/ufs
    mount -t ufs -o ufstype=ufs2,ro /dev/sdb1 /home/ufs

    Bei (sehr) alten FreeBSD-Systemen kann u.U. “ufstype=44bsd” zum Erfolg führen.

  8. Der Inhalt der USB-Festplatte findest du jetzt unter /home/ufs.

UFS unter Windows mounten

Um unter Windows UFS1 und UFS2-Datenträger zu mounten, kann man folgende Programme verwenden:

  • UFS Explorer (Shareware) von SysDevSoftware (Windows 2000, XP, 2003, Vista, 7)
  • ufs2tools (kostenlos, proprietäre Lizenz), (Windows 2000, XP)
  • NEU Linux Reader - Freeware von Diskinternals (nur lesend)

Ich habe bisher keine der beiden o.g. Programme verwendet und kann keine Aussage über die Funktionalität und Zuverlässigkeit machen!

Einschränkungen

Wenn du RAID oder eine Verschlüsselung mit der zu mountenden Festplatte verwendet hast, wird dieses How-to so nicht funktionieren. Der UFS Explorer soll mit dem Raid-Access-Plugin auf RAID-Festplatten zugreifen können.

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Datum: Sonntag, 13. September 2009
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2 Kommentare

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    1

    Sarah.Kroner@hotmail.de

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    2

    How-To aktualisiert: Neuer UFS-Reader für Windows hinzugefügt.

    How-to modified: New UFS reader for Windows added.

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