java-anheften.featured

Java Apps an die Taskleiste anheften

Java Programme laufen auf vielen Plattformen. Das hat aber nicht nur Vorteile. Betriebssystemabhängige Funktionen können per-se nicht oder nur unzureichend in Java abgebildet werden. Eine dieser Funktionen ist das Anheften von Apps an die Taskleiste von Windows 7 oder 8.

Dieses How-To zeigt, wie man mittels des EXE-Wrappers Jsmooth und den richtigen Einstellungen Java Programme an der Taskleiste fixieren kann.

Das Anheften von Apps wurde ab Windows 7 eingeführt. Jar oder Class Dateien lassen sich dort leider nicht fixieren. Auch mittels Standardeinstellungen erstellte exe-Dateien, die mit EXE-Wrappern erstellt wurden, sind dazu nicht in der Lage.

Allerdings lassen sich mittels bestimmter Einstellungen des EXE-Wrappers Jsmooth ausführbare exe-Dateien erstellen, die sich an die Taskleiste anpinnen lassen. Darüber hinaus können dann auch Dateitypen der Applikation zugeordnet werden (wie z.B. docx-Dateien der Applikation Microsoft Word). Das Java-Programm erscheint dem Anwender wie ein natives Windows-Programm, mit eigenem Symbol, etc.

Einstellungen Jsmooth

Im linken Bereich klickst du auf das Symbol „Skeleton“ und wählst rechts im Bereich „Skeleton Selection“ „Windowed Wrapper“.

Im Bereich „Skeleton Properties“ muss „Launch Java app in the exe process“ aktiviert sein, um das Java Programm im gleichen Prozess zu starten, wie die exe-Datei.

Jsmooth screenshot
Jsmooth Skeleton

Ergänze dann die Einstellungen des Wrappers nach deinen Wünschen. Bei Fragen hilft das Handbuch von Jsmooth.

Beim Starten der exe-Datei unter Windows-Versionen ab Windows 7 sollte sich die App an die Taskbar anpinnen lassen.

Keine echten exe-Dateien

Obwohl Jsmooth ausführbare exe-Dateien erzeugt, muss auf dem System eine Java virtuelle Maschine (JRE – Java Runtime Environment) installiert sein. Optional kann man über Jsmooth eine komplette JRE  in die exe-Datei einbetten, die diese Abhängigkeit auflöst. Ob das im Hinblick auf die Dateigröße immer sinnvoll ist, muss im Einzelfall entschieden werden.

Generell fragt die erzeugte Programmdatei, ob sie die JRE herunterladen soll, wenn die keine auf dem System findet.

Besonderheiten von Jsmooth

Leider wird Jsmooth seit 2007 nicht mehr weiterentwickelt und hat einige Probleme bei der Darstellung des Programmsymbols. Das liegt wohl an der nicht mehr zeitgemäßen Reduktion der Farben für Programmsymbole, die Jsmooth durchführt.

Die erstellten exe-Dateien können bei einigen Virenscannern Fehlalarme auslösen.

Alternativen, wie Launch4J, bieten meines Wissens leider keine vergleichbare Einstellung an, um die Java App im gleichen Prozess wie die exe-Datei zu starten.

Zusammenfassung

Mittels EXE-Wrapper Jsmooth lassen sich mit den richtigen Einstellungen ausführbare exe-Dateien aus Java Programmen erstellen, die sich an die Taskleiste anheften lassen. Darüber hinaus können Dateitypen der Applikation zugeordnet werden, wie z.B. docx-Dateien Microsoft Word. Das Java Programm erscheint dem Anwender wie eine native Windows Applikation, mit eigenem Programmsymbol, etc.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.